Die Feldenkrais-Methode am Klinikum Passau

 

 

Im Klinikum Passau finden seit dem Frühjahr 2008 regelmäßig Feldenkraiskurse für Mitarbeiter aller Abteilungen und Berufsgruppen statt. Die Kurse stehen unter dem Motto „Ruhe finden – Leistungskraft stärken“ und werden jeweils im aktuellen Fortbildungskalender des Klinikums veröffentlicht.

   

Anmeldungen gehen an Frau Heidi Langenbach-Reimpell, die Leiterin der Innerbertrieblichen Fortbildung ist. Zusammen mit der Feldenkrais-Pädagogin Rita Friedrichs organisiert sie den reibungslosen Ablauf der Kurse.

 

 

 

Die Teilnehmer können als Ergebnis des Feldenkrais - Kurses erwarten:

  • Abbau von Stress und Verspannungen.
  • Kraft schöpfen und eigene Reserven auf­füllen.
  • Funktionale Verbesserungen bei Schmerz und Bewegungseinschränkungen.
  • Entspannterer Umgang mit den Patienten.
  • Verbesserte Beweglichkeit beim Lagern und Bewegen der Patienten.
  • Erhöhte Lebensfreude und Lebenskraft. 

 

Referenzen:

 

Eine Krankenschwester aus der Onkologie schreibt :

„Bei den Feldenkraisübungen konzentriere ich mich ganz auf meinen Körper; spüre Empfindungen nach – ohne Druck ein Ziel erreichen zu müssen. Ausgelöst durch kleine – teils ungewöhnliche Bewegungen entwickelt sich ein Entspannungszustand und Körpergefühl, das mich an mein Körpergefühl als Kind erinnert. Die Feldenkraisübungen, geführt durch einen persönlichen Trainer bedeuten für mich körperliche und seelische Entspannung von meinem beruflichen Alltag.“

 

Pflegekräfte aus der Palliativstation bemerken:

„Ich fühle mich auf der psychischen Ebene ausgeglichener. Auch körperlich bin ich entspannter, habe weniger Verspannungen und meine Rückenschmerzen gehen weg. Feldenkrais ist für mich eine tolle Möglichkeit zum Stressabbau.“

 

Weitere Bemerkungen von Pflegekräften:

"Ich hatte jahrelang Schmerzen in beiden Hüftgelenken; gegen Ende des Feldenkrais Kurses spürte ich, daß ich mich freier bewege und keine Schmerzen mehr hatte."

 

"Wenn ich nach der Feldenkrais-Stunde in meinen Dienst gehe, fällt mir die Schicht viel leichter.

 

„Durch die Feldenkrais Stunden werde ich körperbewußter und ich bewege auch die Patienten anders. Schön ist es, dass ich mich bei den Feldenkraiskursen auch als unsportlicher Mensch sehr wohl fühle. Ich muß mich nicht leistungsbezogen bewegen und es sieht mir niemand zu. Ich glaube, das würde vielen Menschen gut tun.“

 

„Mir schlafen die Hände nicht mehr ein. Ich kann mich wieder im Zusammenhang bewegen nach meinen Bandscheibenvorfällen. Das taube Gefühl im linken Bein wird zunehmend weniger.“

 

„Ich finde es entspannend, direkt nach meiner Arbeit im Klinikum in den Feldenkraiskurs gehen zu können. Ich möchte in meiner Freizeit nicht unter Druck stehen und bei den Feldenkraisübungen fühle ich mich nach ein paar Minuten wohl, entspannt und spüre wieder Freude an meinem Leben.“

 

Ein leitender Arzt am Klinikum Passau schreibt:

„Liebe Frau Friedrichs an meine Stunden in dem von Ihnen geleiteten Feldenkraiskurs denke ich gerne zurück. Im stressigen Alltag habe ich hier regelmäßig Entspannung gefunden. Noch heute wende ich bei aufkommenden Beschwerden einige der gelernten Übungen an. Wenngleich die Art der Übungen anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig war, habe ich diese aufgrund des sofort merklichen Erfolgs rasch schätzen gelernt. Durch ihre individuelle Betreuung auch in der Gruppe war auch bei komplizierten Übungen der Erfolg immer garantiert.“

 

 

Spannungen lösen und Stress bewältigen mit der Feldenkrais-Methode

 

Wie die neueren Ergebnisse der Hirnforschung zeigen, werden Erfahrungen immer gleichzeitig auf der kognitiven, auf der emotionalen und auf der körperlichen Ebene in Form entsprechender Denk-, Gefühls- und körperlicher Reaktionsmuster verankert und aneinander gekoppelt („Embodiment“), so Prof. Dr. Gerald Hüther von der Zentralstelle für neurobiologische Präventionsforschung an der Universität Göttingen und an der Universität Mannheim-Heidelberg im Geleitwort der neuesten Veröffentlichung der Feldenkrais-Verbandes Deutschland e.V.

Weiter schreibt Prof. Dr. Hüther, dass aus diesem Grund alle späteren Versuche, die Stressbewältigungsfähigkeit von Menschen durch kognitive Fortbildungsprogramme zu verbessern, zwangsläufig zum Scheitern verurteilt sind, wenn dabei nicht gleichzeitig auch die emotionalen (Gefühle, Einstellungen, Haltungen) und die körperlichen Ebenen (Bewegung, Körperbeherrschung, Körperhaltung) mit einbezogen werden. Die Menschen müssten die neuen Erfahrungen (von Selbstwirksamkeit, Gestaltungskraft und –lust, von Kompetenz und Selbstreflexion) am eigenen Körper und unter Aktivierung ihrer emotionalen Zentren machen, damit sie nachhaltig in Form entsprechender neuronaler Verschaltungsmuster in ihrem Gehirn verankert werden können. Nur so liesse sich ihre Resilienz, also ihre Stressbewältigungsfähigkeit, auch noch im Erwachsenenalter stärken.

 

Hüther schliesst seine Ausführungen mit dem Satz: „Ein Verfahren, das sich hierfür ausserordentlich gut eignet und das sich bereits seit Jahrzehnten im praktischen Einsatz bewährt hat, ist die Feldenkrais-Methode.“